Aktuelles

Blauzungenkrankheit - aktuelles Verbreitungsgebiet

Im Landkreis Rems-Murr in Baden-Württemberg wurde ein neuer Ausbruchsfall der Blauzungenkrankheit bestätigt (20.02.2019). Gemäß der gesetzlichen Vorgaben wird rund um den Ausbruchsbetrieb eine Restriktionszone von 150 Kilometern eingerichtet. Diese Restriktionszone umfasst damit weitere Teile Bayerns.
Unter der Seite  https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/blauzungenkrankheit/index.htm finden Sie eine Übersicht der Restriktionszonen. Hier gibt es auch weitere Informationen zur Impfung und Verbringung von Wiederkäuern.

allgemeine Infos  LGL: Fragen und Antworten zur Blauzungenkrankheit


Wiegeliste Herbst  2019

Die Wiegeliste für das Herbst 2019 liegt an der Geschäftstelle zum Anfordern bereit!

Jeder Betrieb mit Besitzerkontrolle muss dies beim Fleischrinderverband Bayern vorab anzeigen. Die Durchführung der Leistungsprüfung muss spätestens 2 Werktage vorab dem Fleischrinderverband mitgeteilt werden

Für die Zuchtwertschätzung im Dezember 2019 müssen die Wiegeergebnisse bis zum 30. November 2019 der Geschäftsstelle gemeldet werden!  Bei Bedarf können Sie die aktuelle Wiegliste für den entsprechenden Wiegetag anfordern.

Bitte kontrollieren Sie dabei auch die Abstammungen. Sollten Angaben (Vater, Geburtsgewicht, Hornstatus, Farbe usw....) fehlen, teilen Sie uns diese bitte mit.

Bitte wiegen Sie alle reinrassigen Tiere (ab einen Alter von 90 Tagen), auch die, die nicht in die Zucht gehen oder in die Mast verkauft werden.

 

Wiegungen

Unsere Zuchtbuchordnung erlaubt das Wiegen durch den Züchter selbst (B-Kontrolle). Der Fleischrinderverband Bayern ist in der Pflicht, dieses wiederum zu kontrollieren und zu dokumentieren. Bei den Überprüfungen unserer Herdbuchführung durch die Landesbehörde ist dieser Nachweis relevant.
Aus diesem Grund weisen wir auf den entsprechenden Auszug aus der Zuchtbuchordnung hin:

 3.4.5 Nachprüfungen

 Findet eine Leistungsprüfung als Besitzerkontrolle statt, sind die Ergebnisse stichprobenweise durch Nachprüfungen oder andere geeignete Maßnahmen abzusichern. Der Fleischrinderverband Bayern sichert diese Ergebnisse durch Maßnahmen gemäß ADR-Richtlinie 4.1. ab.

Jeder Betrieb mit Besitzerkontrolle muss dies beim Fleischrinderverband Bayern vorab anzeigen. Die Durchführung der Leistungsprüfung muss spätestens 2 Werktage vorab dem Fleischrinderverband mitgeteilt werden

Der Fleischrinderverband Bayern führt bei 5% dieser Betriebe und 10 % der Tiere innerhalb der Betriebe eine Nachkontrolle durch. Die Ergebnisse der Nachprüfungen sind zu dokumentieren und für die Feststellung der Leistung maßgebend.“

Wir bitten dringend alle Betriebe, die mit ihrer Rasse der Wiegepflicht unterliegen und dies in Eigenkontrolle erledigen, uns die Durchführung der Wiegung 2 Werktage zuvor bekanntzugeben. Wir lassen Ihnen dann auch die entsprechende Wiegeliste zukommen.


Auf geht’s in ein neues Zeitalter!

Bei der Abstammungsüberprüfung soll zukünftig die SNP-Typisierung die DNA-Karte ablösen.

Bisher wird die Abstammungsüberprüfung bei Fleischrindern in Deutschland mithilfe von sogenannten Mikrosatelliten durchgeführt. Dabei werden ausgewählte Genorte eines Tieres mit denselben Genorten des Vaters und der Mutter abgeglichen, um die Abstammung des Tieres zu bestätigen. Dieses System hat sich über viele Jahre bewährt.

Mittlerweile wird die Abstammungsüberprüfung aber bei einigen Milchrinder- und Doppelnutzungsrassen in Deutschland (z. B. Holstein) und im Ausland auch bei Fleischrinderrassen (z. B. Charolais in Frankreich) mit einer anderen Methode überprüft. Anstelle von Mikrosatelliten werden so genannte SNPs (Single Nucleotide Polymorphism – Einzelnukleotid-Polymorphismus) zur Abstammungsüberprüfung verwendet. Bei der Abstammungskontrolle mittels SNP wird die Variation einzelner Basen auf dem Erbgut von Nachkomme und (mutmaßlichem) Eltern verglichen. Werden dabei keine Abweichungen an den untersuchten ca. 200 Orten festgestellt, gilt die Abstammung des Tieres als bestätigt. Das neue SNP-Verfahren ist sehr zuverlässig und bietet eine Reihe weiterer Vorteile gegenüber dem Mikrosatelliten-Verfahren.

International zeigt sich der Trend, dass immer mehr Länder und Rassen eine Abstammungsüberprüfung mit der SNP-Methode vornehmen. Um dieser Entwicklung nicht hinterher zu laufen und unnötigen Aufwand bei den Züchtern (z.B. Nachuntersuchungen von zugekauften Tieren aus dem Ausland) zu vermeiden, haben die deutschen Fleischrinderzuchtverbände im Bundesverband Rind und Schwein e. V. (BRS) beschlossen, ab dem 1. Oktober 2019 eine Kombinationsuntersuchung von Mikrosatelliten und SNP durchführen zu lassen.

Welche Vorteile bietet die SNP-Typisierung?

Die Fleischrinderzucht geht mit der kontinuierlichen Umstellung auf die Abstammungsüberprüfung mit SNP-Markern in eine zukunftsweisende Richtung. Die neue Untersuchung öffnet den Weg, Erbfehleruntersuchungen mit der Abstammungsüberprüfung zu kombinieren, das heißt, dass zukünftig mit nur einer Untersuchung nicht nur die Abstammungsüberprüfung durchgeführt werden kann, sondern das Tier in einem Zug auch auf Erbfehler und genetische Besonderheiten untersucht wird. Momentan ist dies für die genetische Besonderheit „Hornlosigkeit“ möglich. Wenn Sie also Ihr Tier typisieren lassen, wird automatisch auch der genetische Hornlosstatus bestimmt. Durch die Zusammenarbeit der Labore mit dem vit, wird der Hornlosstatus sofort in das Herdbuchprogramm übernommen und Sie benötigen keinen zusätzlichen Hornlostest. In Zukunft soll dieses Verfahren auch für andere Erbfehler genutzt werden. Dafür muss für jede einzelne genetische Besonderheit erst eine Validierung stattfinden. Das bedeutet, das neue SNP-Verfahren muss bezüglich der Ermittlung von zusätzlichen Erbfehlern beweisen, dass es der Sicherheit des bisherigen Standardverfahrens ebenbürtig ist. Zurzeit wird dies für den Erbfehler Doppellender bei Angus durchgeführt.

Erbfehler kostenfrei mitbestimmen

Der BRS wird mit seinen Mitgliedern daran arbeiten, dass zukünftig die Analyse aller bekannten Erbfehler in einer Gesamtuntersuchung mit Abstammungsüberprüfung möglich ist. Voraussetzung dafür ist, dass die Erbfehler über SNPs untersuchbar sind und keine Lizenzgebühren für die Tests anfallen.

Darüber hinaus werden die Wege geebnet, um beim Vorhandensein einer konventionellen Zuchtwertschätzung eine genomische Zuchtwertschätzung langfristig zu entwickeln, da neben den SNPs für die Abstammungsüberprüfung noch 54.000 weitere SNPs analysiert werden, die als Grundlage für eine genomische Zuchtwertschätzung dienen. Für den Übergang ist eine Kombinationsuntersuchung von Mikrosatelliten und SNP notwendig.

Vorübergehend beide Verfahren notwendig

Bisher sind für die deutschen Fleischrinder die alt bekannten DNA-Karten in den Laboren abgelegt. Das heißt die DNA-Karte des Nachkommen muss mit den DNA-Karten der Eltern verglichen werden, da für die Eltern bisher keine SNP-Typisierung vorliegt. Für den aktuellen Nachkommen wird in der Kombiuntersuchung also die Abstammung mittels Mikrosatelliten überprüft und gleichzeitig werden die Typisierungsergebnisse (SNPs) abgelegt, um wiederum die Nachkommen dieses Tieres dann mit der neuen Methode untersuchen zu können. Dadurch ist zum einen sichergestellt, dass eine korrekte Abstammungsüberprüfung durchgeführt wird, und zum anderen wird kontinuierlich eine SNP-Abstammungsdatenbank aufgebaut, die in einigen Jahren die Umstellung auf eine ausschließliche SNP-Abstammungsüberprüfung ermöglicht.

BRS und vit

Auf einen Blick:

  • Zukünftig soll die SNP-Typisierung die DNA-Karte ablösen.
  • Für den Übergang ist eine Kombiuntersuchung von beiden Methoden notwendig.
  • In Zukunft soll auch die Bestimmung der genetischen Besonderheiten und Erbfehler mittels SNP-Typisierung möglich sein, so dass keine zusätzlichen Erbfehlertests mehr notwendig sind. Zurzeit ist dies für den Hornlosstatus möglich. Die Validierung für Doppellender bei Angus läuft.
  • Ergebnisse der Typisierung können automatisch ins Herdbuch übernommen werden.
  • Aufbau einer Lernstichprobe als Basis einer genomischen Zuchtwertschätzung

Was sind SNPs?

 Die Abkürzung SNP steht für den Begriff Single Nucleotide Polymorphism, das bedeutet Variation von einzelnen Basenpaaren im DNA-Doppelstrang. Anders ausgedrückt handelt es sich um Austausche einzelner Buchstaben im genetischen Alphabet.  Diese Basenaustausche kommen im gesamten Erbgut von Menschen und Tieren vor (sind allerdings nicht gleichmäßig verteilt). SNPs können sowohl in Abschnitten des Genoms welche in Proteine übersetzt werden (codierende Abschnitte) liegen, aber auch innerhalb von Bereichen der DNA die nicht „übersetzt“ werden. SNPs sind geerbte und vererbbare genetische Varianten und sind für den größten Teil der genetisch bestimmten Variabilität innerhalb von Populationen verantwortlich.   

 


 

Der Bayerische Aktionsplan Wolf ist fertiggestellt und auf der Homepage des Bayerischen Landesamt für Umwelt einsehbar.

https://www.lfu.bayern.de/natur/wildtiermanagement_grosse_beutegreifer/index.htm


Kontaktdaten des Fachzentrums für Fleischrinderzucht und Mutterkuhhaltung

Die Fachberater sind i.d.R. montags im Büro zu erreichen.

Konrad Wagner, Zuchtleiter und Leitung Fachzentrum, AELF Schwandorf

Tel.: 09431 721-108                   0173 3697336               konrad.wagner@aelf-sd.bayern.de

Karl Scholler, AELF Schwandorf (Mo – Mi)

Tel.: 09431 721-112                   0172 5300851               karl.scholler@aelf-sd.bayern.de

Hermann Bolz, AELF Schwandorf

Tel.: 09431 721-116                   0173 5675454               hermann.bolz@aelf-sd.bayern.de

Christian Habel, Dienstort Kaufbeuren

Tel.: 08341 9002-1890               0173 1512712               christian.habel@aelf-sd.bayern.de

Johannes Vogel, Dienstort Bamberg

Tel.: 0951 8687-80                    0162 2152975                johannes.vogel@aelf-sd.bayern.de


NETRINDfleisch „am Start“

Mit diesem Programm haben Sie endlich Zugriff auf Ihre eigenen Tierdaten bei VIT!

Ich kann nur dazu raten, das Programm mal zu testen. Sie bekommen von unserer Mitarbeiterin
Frau Ruth Burmann für vier Wochen einen kostenlosen Testzugang frei geschaltet.


NETRINDfleisch ist ein Herdenmanagementprogramm

Es ermöglicht Ihnen…

-  den Zugriff auf Ihre bei Vit gespeicherten Daten Ihrer Herdbuchtiere
-  einen Überblick auf Ihre Herde und Sortierung Ihrer Tiere
-  die Eingabe wichtiger Daten wie Geburtsmeldung, Belegungsdaten,Geburtsgewicht etc.
-  Stalllisten, Aktionslisten, Wiegelisten, Herdendurchschnitte zu bilden

Kurzum, dieses Programm wird Ihnen die Herdbucharbeit und den Überblick
über Ihre Herde erleichtern.

Die Vorteile dieses Programms liegen auf der Hand:

-  Kein Datenverlust, da die Daten bei vit gespeichert sind
-  zeitunabhängiger Zugriff und Datenabruf bei Ihnen Zuhause
-  keine Updatenotwendigkeit wie bei anderen Programmen

Melden Sie sich bei Interesse an NETRINDfleisch gerne bei der Geschäftsstelle des FVB,
wir werden dann mit Schulungsangeboten mit Ihnen in Kontakt treten. 

Dokumentation/Arbeitshilfe                  Vertrag mit Kosteninformationen             


Weideschild Wölfe – Weidehaltung in Gefahr

Der Bundesverband Rind und Schwein hat für alle Zuchtverbände Weideschilder gestaltet, die die Mutterkuhhalter an ihren Weiden aufhängen können, wo Fußgänger und Fahrradfahrer vorbeikommen. Mit diesen Schildern möchten wir die Verbraucher über die Probleme der Mutterkuhhalter und ihrer Weidetierhaltung in Bezug auf den sich weiter verbreitenden Wolf informieren.

Die Schilder sind bedruckte Aluminiumverbundplatten mit UV-Lack und Anti Graffiti Lack, die witterungsbeständig sind. Format: DIN A2 (42 cm x 59, 4 cm). Ansicht Schild

Zu diesem Thema hier auch die gemeinsame Erklärung der Bayerischen Land- und Forstwirtschaft zum Bayerischen Aktionsplan Wolf der Bayerischen Staatsregierung.


Neues Praxisbuch Grünland

Im Allgäuer Bauernblatt (Ausgabe 13/2018) gab es einen Hinweis auf ein neues Praxisbuch Grünland. Die Feldsaaten Freudenberger haben es heraus-gebracht. Von den wichtigsten Grundlagen bis hin zum richtigen Grünlandmanagement wird eine kompakte Übersicht geboten.
Das Buch ist ein Begleiter für die Praxis, der kurz und bündig über die entsprechenden Themen informiert. Der Inhalt berücksichtigt besonders Themen und Problem-stellungen, die im Alltag häufig auftreten.
Als Grundlagen werden u. a. Arten des Grünlands, unerwünschte Gräser oder typische Grünland-gesellschaften vorgestellt.
Das Buch kann kostenlos unter der Telefonnummer 02151/44170 bestellt oder unter
www.freudenberger.net heruntergeladen werden.

Christian Habel, Fachberater für Schwaben und Oberbayern

27.08.2019

Wiegeliste 2019

Die Wiegeliste für das Herbst 2019 liegt an der Geschäftstelle zum Anfordern bereit!
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07.08.2019

Meldewege und Zuständigkeiten zum Thema Hinweise auf Große Beutegreifer
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05.08.2019

Top-Listen Rassen ohne RZF

Jedes Jahr im Sommer werden die Toplisten der Rassen ohne RZF veröffentlicht.
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Kontakt
Fleischrinderverband Bayern e.V.
Postfach 1843, 91509 Ansbach
Kaltengreuther Str. 1, 91522 Ansbach
Telefon (0981) 48841-0
Telefax (0981) 48841-311